Golf von Mexiko: Es wird Jahrzehnte dauern, bis das Öl im Meer verschwunden ist

Die Schlagzeilen um die Ölpest im Golf von Mexiko reißen nicht ab. Zwar gibt es erste Erfolge was die Schließung des Lecks am defekten Bohrloch angeht, doch Meldungen, die besagen, dass der Ölteppich zurückginge, erwiesen sich als irreführend.

Der zuständige Admiral Paul Zukunft hatte mitgeteilt, dass die Größe des Ölteppichs, seit der provisorischen Abdichtung, deutlich zurückgegangen sei. Ein etwa sechs Stunden dauernder Rundflug über die Unglücksstelle hätte gezeigt, dass lediglich an einer Stelle, ungefähr 20 Kilometer von der Küste Louisianas entfernt, der Ölteppich zu sehen gewesen sei.

Wissenschaftler sehen diese Aussage allerdings kritisch. Denn den Grad der Meeresverseuchung von Lousiana, Alabama und Mississippi lasse sich nicht durch Beobachtungen aus der Luft erkennen. Der Ölteppich mag zwar an der Meeresoberfläche nicht mehr zu sehen sein, doch in tieferen Meeresschichten bleibt das Öl noch lange erhalten. Es wird unter Umständen noch Jahrzehnte dauern, bis das Öl abgebaut ist. Außerdem muss man wissen, dass das Öl, wenn es sich zersetzt, Substanzen freisetzt, die für Tiere und Pflanzen im Meer und auch an den Küsten eine Gefahr bedeuten.

Derzeit ist BP noch damit beschäftigt eine Entlastungsbohrung vorzunehmen, damit die Ölquelle mit Schlamm und Zement geschlossen werden kann. Das Sturmtief „Bonnie“ hatte zuletzt die Arbeiten verzögert. Nun gehen die Arbeiten weiter und sind hoffentlich in einigen Tagen abgeschlossen.

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