Jörg Kachelmann auf freiem Fuß

Schon seit Mitte März muss sich der 1958 im deutschen Lörrach geborene und in der Schweiz aufgewachsene Wetterexperte Jörg Kachelmann mit den wenigen Quadratmetern einer Zelle begnügen, weil seine Ex- Freundin ihn der Vergewaltigung bezichtigt hatte. Von Anfang an stand Aussage gegen Aussage, aber dennoch hatten sich die Richter vom Landgericht in Mannheim nicht dazu durchringen können, der Haftbeschwerde seines Anwaltes nachzugeben.

In der Öffentlichkeit war man ständig geteilter Meinung. Die Einen warfen ihm einen „losen Lebenswandel“ vor, weil er oft mehrere Freundinnen gleichzeitig hatte, und die Anderen trauten es dem sympathisch wirkenden Moderator nicht zu, Gewalt gegen seine Ex angewendet zu haben. Diese behauptet, er hätte sie während eines Streites mit dem Messer bedroht. Genau dort kam der 3. Strafsenat des Oberlandesgerichtes jetzt zu dem Schluss, dass in den Anschuldigungen auch ein Eigeninteresse der Ex vermutet werden könne. Dabei war sogar von Falschaussage und Bestrafungsmotiven als Rache für das Beenden der Beziehung die Rede.

Um den Prozess wegen des Verdachtes der Vergewaltigung mit Körperverletzung kommt Kachelmann indes nicht herum. Er beginnt am 6. September 2010 und findet vor dem Mannheimer Landgericht statt. Die Deutschen stehen hinter ihrem „Wetterfrosch“. 45 Prozent gaben bei einer Umfrage an, ihn für unschuldig zu halten und ein Drittel wagte keine Einschätzung.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *