Kampuschs Entführung verfilmt

292390_R_by_michael-hirschka_pixelio.deAm 25. Januar 2010 um 21.00 Uhr zeigt ARD die Dokumentation „Natascha Kampusch – 3096 Tage Gefangenschaft“. Schon jetzt gibt es viel Wirbel um den Film, der vom NDR produziert wurde. Kampusch selbst hat bei dem Dreh mitgewirkt.

Die Dokumentation fängt mit der Entführung im März 1998 an, als Natasch Kampusch 10 Jahre alt war und zeigt dann 45 Minuten lang die Erlebnisse während der Gefangenschaft. Erzählungen der Mutter, von Kampusch selbst und von Ernst Holzapfel, seinerzeit Freund des Entführers, der einst als Mitwisser unter Verdacht stand, begleiten den Film. Es werden Bilder von der damaligen Großfandung und die Suche nach dem Mädchen gezeigt. Mit der selbstständigen Flucht im August 2006, von der nun inzwischen 18 jährigen Frau und dem darauffolgenden Medienrummel endet der Film.

Bei der Pressekonferenz am Montag in Hamburg, wo Natascha Kampusch den Film selbst vorstellte, ging es ruhiger zu, als in ihrer Heimatstadt Wien, sagte sie. Ausschlaggebend für die Entscheidung, die Produktion in Deutschland durchzuführen, sei die Mentalität der Wiener. Diese würden immer viel kritisieren und andere schlecht machen. „Man sieht die Dinge in meinem Heimatland ganz anders, ich wollte das von einer anderen Seite betrachtet sehen“. Dennoch ist es ihre Heimat und sie wolle dort bleiben.

© michael hirschka / PIXELIO

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