Loveparade-Unglück: Schuldfrage bleibt weiter offen

Noch immer geht es um die Schuldfrage. Weiterhin wird die Schuld hin und her geschoben. Die Verantwortung für das Unglück auf der Loveparade in Duisburg will bisher keiner übernehmen. Der Veranstalter schiebt die Schuld auf die Polizei. Die wiederum schiebt die Schuld weiter an die Stadt Duisburg.

Die Stadt Duisburg hatte bisher nur wenig zu vermelden gehabt. Am vergangenen Mittwoch nun allerdings wurde im Innenausschuss und im Innenministerium von Nordrhein-Westfalen über ein Zwischen-Gutachten, das 35 Seiten umfasst, diskutiert. Die Mitglieder des Innenausschusses und das Innenministerium waren zu einer Sondersitzung zusammen gekommen, um sich über den Ermittlungsstand unterrichten zu lassen. Die Stadt Duisburg hatte ein Gutachen in Auftrag gegeben, dass sie nun vorgelegt hat.

Erstellt hat dieses Gutachten eine Anwaltskanzlei. Sie tat das in Kooperation mit der Verwaltung und auch ein erster Entwurf sei „intensiv in mehreren Sitzungen mit den Mitarbeitern der Stadtverwaltung besprochen und deren Präzisierungs- und Ergänzungsvorschläge gemeinsam eingearbeitet“ worden. Folglich ist dieses Gutachten auch für die Stadt sehr positiv ausgefallen. Im Grunde wird die Schuld nun wieder der Polizei gegeben, die die Sperren nicht rechtzeitig geöffnet haben soll und mit Fahrzeugen die Rampe blockiert haben soll.

Wer nun tatsächlich die Schuld hatte, oder ob vielleicht doch alle einen Teil der Schuld tragen, ist weiter offen. Wahrscheinlich wird auch noch einige Zeit ins Land gehen, bevor diese Frage abschließend geklärt ist.

1 comment for “Loveparade-Unglück: Schuldfrage bleibt weiter offen

  1. 18. August 2010 at 10:57

    Ich bin der Meinung, dass sich die Polizei und die Stadt die Schuld teilen. Jeder hätte wissen müssen, dass diese Ein- und Ausgänge nicht ausreichen. Sie wussten es auch irgendwie. Sie waren nur alle zu stolz zuzugeben, dass der Event nicht stattfinden sollte.

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