Polizei ausgetrickst

Die schwedische Polizei wurde von Räubern an der Nase herum geführt. Ein Gelddepot in Västberga bei Stockholm wurde mit Tricks aus einem Kinderkrimi ausgeraubt, berichtete die Zeitung Aftonbladet.

Mit Sprengsätzen bestückt seilten sich die Räuber am Mittwochmorgen von einem Hubschrauber aus auf das Dach des Gelddepots ab. Durch die Fenster seien sie in das innere des Gebäudes gelangt und kaum 20 Minuten später mit der Beute wieder davon geflogen. Die Polizei hatten sie mit einem Koffer, auf dem das Wort Bombe stand, abgewehrt und die Zufahrten waren mit reißzweckähnlichen Materialen bestreut.

Das Depot war gut gefüllt, da viele Schweden am 25. des Monats Gehalt bekommen und deswegen die Bankautomaten stärker benutzt werden als sonst. Kriminologe Leif Persson meinte im Fernsehen, dass es eine Milliarde Kronen sein könnten (100 Millionen Euro). Die genaue Höhe sei aber noch nicht geklärt.

Es wird spekuliert, dass es sich bei den Tätern um ehemalige Soldaten aus dem Balkankrieg handelt. Die Tat trägt eine militärische Handschrift. In Schweden könnten höchsten 25 Personen so einen Raubüberfall durchführen, schätzte die Polizei. Die Medien mutmaßten einen Tag später im TV, dass ein bosnischer Mafiaboss mit dahinter stecken könnte.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *