Behörden überprüfen immer mehr Konten

Einer Studie des Bundesfinanzministeriums zufolge hat sich im Zeitraum von 2005 bis 2009 die Anzahl der Anfragen auf Kontoabrufe fast vervierfacht. 33.000 Anfragen wurden im Jahr 2008 durchgeführt – so viel wie noch nie. Und auch im Jahr 2009 zeichnet sich ein neuer Anfragenrekord ab. Bis September wurden vom Bundeszentralamt für Steuern bereits 31.000 Anfragen bearbeitet. Im Jahr 2005 wurde das automatische Kontenabrufverfahren eingeführt. 2006 gab es bereits ca. 25.000 Anfragen, dies steigerte sich im Jahr 2007 auf 28.000 Anfragen.

Bei Verdacht können Behörden über das Bundeszentralamt für Steuern automatisch alle Konten des verdächtigen Bürgers anfragen. Die Abgabenordnung regelt dabei die Rechtfertigung der Anfrage. Laut Bildzeitung rufen derzeit verstärkt auch Staatsanwaltschaften aufgrund von Geldwäscheverdacht Konten ab.

Vor Einführung des Kontenabrufverfahrens mussten Behörden bei Verdacht erst alle einzelnen Kreditinstitute des Bürgers anfragen, um sich ein Gesamtbild der Kontenlagen machen zu können.

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