Fremdabheben: Banken unter Druck

© Dieter Schütz / PIXELIO

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Der Widerstand gegen die Gebühren, die Banken verlangen, wenn man an einem fremden Automaten Geld abhebt, wird immer größer. Jetzt soll die Politik und das Kartellamt etwas dagegen unternehmen.

Wer momentan an einem „fremden“ Geldautomaten Bares holt, der könnte eine böse Überraschung auf seinem Kontoauszug erleben. Eine Fremdabhebung kostet oft mindestens 10 Euro, teilweise sogar 20 oder 30 Euro. Die Sparkassen und Banken verdienen daran richtig gut und das auf Kosten der Verbraucher. Denn für die Geldinstitute entstehen gerade mal 60 Cent Unkosten.

Mit dieser Abzocke muss endlich Schluss sein, fordert Gerd Billen, Vorstand des Verbraucherzentralen-Bundesverband. Das Kartellamt sei hier gefordert, um den „kollektiven Wucher“ abzuwenden. Von „horrenden Beiträge“ spricht Hans-Michael Goldmann, FDP-Chef des Verbraucherschutz-Ausschusses.

Herr Billen gab der Bild ein Interview. Darin äußert er große Kritik an den Instituten. Von normalen Marktpreise kann hier nicht mehr die Rede sein. Er spricht auch von einem regelrechten Verdrängungswettbewerb, der auf dem Rücken der Verbraucher stattfindet. Die Höhe der Gebühren seien nicht nachvollziehbar und außerdem bemängelt er auch noch, dass der Kunde nicht eindeutig und klar erkennbar darauf hingewiesen wird.

Und tatsächlich tut sich etwas. Die Banken und Sparkassen sind zum Bundestags-Ausschuss für Verbraucherschutz geladen worden. Aus dem Bundeskartellamt hieß es, dass man sich des Themas annehmen wird, weil in bereits einige Beschwerden von Wettbewerbern und Verbrauchern vorliegen. Bis dahin heißt es wohl – Finger weg vor dem „Fremdgehen“.

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