Insolvenzen auf Rekordhoch

Die Krise wirft noch einen langen Schatten. Viele Unternehmen mussten in die Insolvenz gehen, einigen besteht es wohl noch bevor. Die größten waren unter anderem Arcandor, Woolworth und Qimonda. Der Volkswirtschaft ist ein Schaden in Höhe von 48,6 Millionen Euro entstanden.

Mit Arcandor standen schlagartig 52 000 Menschen in der Arbeitslosigkeit oder bangen noch davor. Das Unternehmen führt damit die Spitze in Deutschland an, was aus einer Studie des Verbands der Vereine Creditreform hervorging. Es hat aber nicht nur die großen Konzerne getroffen. Die Zahl der Firmenpleiten stieg dieses Jahr um 16 Prozent an, was für 34 300 Betriebe das Aus hieß. Dadurch stieg auch die Zahl der betroffenen Mitarbeiter von 447 000 auf 521 000 im Jahr 2009.

Positiv hingegen sehen die Zahlen bei den Privatinsolvenzen aus. Hier gab es nur ein Anstieg zum Vorjahr von 0,4 Prozent auf 98 800. Die Gründe finden sich darin, dass die von der Bundesregierung eingeführte verlängerte Zeit für Kurzarbeit nicht in die Arbeitslosigkeit führte. Doch Creditreform äußerte Bedenken, dass die Zahl der Arbeitslosen ansteigt und damit die Kredite oder Darlehen nicht mehr abgezahlt werden könnten.

1 comment for “Insolvenzen auf Rekordhoch

  1. 8. Dezember 2009 at 14:21

    Das Problem ist noch viel größer als es scheint. Denn selbst die, die der Insolvenz knapp entgehen können in die gleiche Kategorie gestellt werden. Viele Unternehmen werden sich auch in 2 Jahren nicht erholen…

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