Können wir in Zukunft die Postkarte bei der Bank einwerfen?

© Immanuel Rapp / aboutpixel.de

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Die Volks- und Raiffeisenbanken machen es vor. Die Bankberater klagen darüber, dass sie nur noch wenig persönlichen Kontakt zu ihren Kunden haben, seit es das Online-Banking gibt. Nach anfänglich positiver Resonanz wird das mittlerweile kritischer gesehen.

Laut einem Bericht der Süddeutschen Zeitung wollen die Volks- und Raiffeisenbanken in Zukunft den Kunden die Möglichkeit bieten, in ihren Filialen auch Briefmarken zu kaufen, Postkarten aufzugeben oder sogar Pakete zu verschicken. Der Chef des größten Genossenschaftsverbands, Michael Bockelmann sagte, dem Bericht der Süddeutschen Zeitung zufolge, dazu: „Wir wollen damit mehr Kundenverkehr in den Filialen erzeugen und so auch mehr Bankgeschäfte machen“.

Bereits Ende 2009 gründeten die Genossenschaftsbanken die „Geno-Post“ und sorgten so für die rechtlichen Voraussetzungen. Über eine Beteiligung einzelner Institute können Standardpostdienstleistungen bezogen werden. Die Volksbanken in Hannover und in Meißen haben sich an einem Pilotprojekt mit guten Erfolgen beteiligt.

Kerngeschäft für die Banken soll das Bankgeschäft bleiben. Man hofft „über Zusatzgeschäfte ein positives Ergebnis erarbeiten zu können“, so Bockelmann weiter. Vielleicht finden wir ja bald Stellenangebote diverser Banken, in denen dann als Qualifikation Post- und Portokenntnisse stehen.

Da die Post angekündigt hat, bis 2011 ihre Filialen mit eigenem Personal aufzugeben, sehen die Banken eine Möglichkeit, in dieses Zusatzgeschäft einzusteigen. Der Erfolg bleibt abzuwarten. Versuche mit Postdienstleistungen bei der Sparkasse in Leipzig wurden wegen zu geringer Nachfrage wieder eingestellt.

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