Neuer Gott für die Papst-Bank

Benedikt XVI. fordert mehr Transparenz bei der Vatikanbank. Grund sei die weltweite Krise und es müsse auf die neuen Wertverständnisse der Wirtschaft eingegangen werden.

IOR (Instituts für die religiösen Werke) ist der Name der Bank, was sicherlich nicht jedem frommen Bürgern ein Begriff ist. Ebenso hat die Bankenaufsicht wenig Einblick und eine Bilanz wurde auch noch nie veröffentlicht. Dies soll sich jetzt mit Gotti Tedeschi ändern. Er wurde gerade von einem Kardinalsgremium zum Aufsichtsratschef gewählt. Fast der gesamt Aufsichtrat wird neu besetzt. Auch ein Deutscher ist darunter. Ronaldo Hermann Schmitz übernimmt den Posten des Vize.

Gotti Tedeschi “Der Retter”

Die nicht so stark von der Krise getroffene Bank steht trotzdem in den roten Zahlen. Das bewegte wohl auch den Papst zu einem Wechsel des Aufsichtsrats. „Das ist ein heikler Posten. Wir erwarten einen tiefen Wandel.“ Dies sagte ein Vatikanvertreter dem Wall Street Journal. Gotti arbeitete zuletzt für die Santander Bank als Italien-Chef. An der Katholischen Universität Mailand unterrichtet er Finanzethik und verpönt den Turbokapitalismus.

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