Pfändungsandrohung für Versicherte

© Verena N. / PIXELIO

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Erst gestern gaben einige Krankenkassen bekannt, dass sie dieses Jahr noch Zusatzbeiträge verlangen werden. Die DAK bereits ab Februar. Wer nicht zahlt, bekommt einen Mahnbescheid zugesendet.

Ein Zusatzbeitrag in Höhe von 8 Euro ist monatlich dann fällig. Der Betrag wird aber nicht vom Lohn abgezogen, wie sonst der Krankenkassenbeitrag, sondern muss selbst vom Arbeitnehmer oder Rentner überwiesen werden bzw. eine Einzugsermächtigung der Kasse ausstellen. Dieses System wird einen erheblichen Mehraufwand für die Verwaltung verursachen und es wird befürchtet, dass ca. 15 Prozent nicht zahlen werden, meine der Chef der Kasse GBK, Helmut Wasserfuhr.

„Bei Nichtzahlern leiten wir ein Mahnverfahren ein. Das geht gegebenenfalls bis zur Pfändung von Gehalt oder Rente.“, äußerte sich Herr Wasserfuhr gegenüber der BILD.

Der Zusatzbeitrag ist auch von Hartz-IV Empfänger zu bezahlen. Die Bundesregierung gab dazu bereits im Dezember bekannt, dass die Bundesagentur für Arbeit den Zusatzbeitrag übernehmen könne, wenn ein Kassenwechsel eine besondere Härte bedeuten oder, wenn durch die Zusatzbelastung eine Hilfebedürftigkeit des Betroffenen entstehen würde. Da in absehbarer Zeit aber alle gesetzlichen Krankenkassen den Zusatzbeitrag einführen werden, wird ein Wechsel, um eine Umgehung des Beitrages zu erzielen, nichts bringen. Also: Entweder der Staat zahlt oder der Hartz-IV Empfänger.

Gesundheitsminister Philipp Rösler (FDP) will schnellst möglich eine neue Gesundheitsreform auf die Beine stellen und ist gegen die Zusatzbeiträge. „Wir wollen ein System, das aus sich heraus effizienter mit Beitragsgeldern umgeht als bisher“, sagte Rösler.

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