Renten – Schlagabtausch zwischen Berlin und Forschern

Rentenforscher und Berlin gaben sich einen Schlagabtausch. Die Forscher behaupten, dass die Rentner unter der Finanzkrise stark zu leiden haben. Berlin brüskierte sich darüber.

„Die Renten sind sicher“, sagte Ex-Minister Norbert Blüm noch im Dezember 2008 in der ZDF-Talkshow Maybrit Illner, obwohl die Wirtschaftskrise auf dem Höhepunkt war. Seine Aussage wurde im Juni 2009 damit bestätigt, dass die Regierung eine Garantie für die gesetzlichen Renten zusicherte. Für die privaten Anleger sehe es nicht so gut aus, da die Aktienkurse sanken und Finanzhäuser zusammen brachen.

Die Mannheimer Rentenforscher vom Institut MEA waren empört. Sogleich brachten sie eine Studie heraus, die ergab, dass die Finanzkrise nicht nur die private, sondern auch die gesetzliche Altervorsorge schwächt. Das Ergebnis basiert darauf, dass die Löhne deutlich weniger steigen werden, als vor der Krise. Es war sogar von einer Stagnation die Rede. Auf Grund der staatlichen Garantie, könnten die Renten zwar nicht mehr sinken, aber eine Rentensteigerung würde dann wohl sehr schleppend voran kommen.

Aus Berlin hagelte es sogleich Kritik. Die Forscher wollen nur das Vertrauen in die gesetzliche Rente entkräften und hätten „extrem pessimistische Annahmen“, hieß es aus dem Arbeitsministerium.

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