Schon gewusst? – Bill Gates ist John Deere Aktionär

Wenn der Name Bill Gates fällt, dann denkt jeder natürlich zuerst an Microsoft, das Unternehmen, das sich heute rühmen darf, der größte Softwareanbieter der Welt zu sein. Ein Schlauberger in Sachen gewinnträchtige Unternehmensideen war Bill Gates schon immer. Und eigentlich erwartet man von ihm, dass er sich „nur“ für die IT-Industrie interessiert. Aber das ist nicht der Fall. Der Traktoren- und Landmaschinenhersteller John Deere darf sich seit einiger Zeit darüber freuen, in Bill Gates den wichtigsten Aktionär gefunden zu haben.

Was verbirgt sich hinter dem Unternehmen John Deere?

Der Grundstein für die Marke John Deere wurde schon im Jahr 1837 gelegt. In der Nähe von Illinois entwickelte ein Schmied namens John Deere ein neues Polier- und Schärfverfahren. Das wurde in einen Stahlpflug eingebaut, der damit erstmals über eine Technik zur Selbstreinigung verfügte. Wer Landmaschinen von John Deere gebraucht kaufen oder neu erwerben möchte, findet diesen Effekt der Selbstreinigung inzwischen durchgängig vor. Bereits kurz nach der Einführung dieser Technik konnte das Unternehmen „Plow Works John Deere“ über 1.000 Pflüge dieser Art absetzen. Der Erfolg des Unternehmens ist auch in den hohen Qualitätsansprüchen zu suchen, die wahrscheinlich auch Bill Gates zu schätzen weiß, weil er ebenso hohe Ansprüche an seine eigenen Produkte stellt. Der Name des Landmaschinenherstellers wechselte mehrfach, bis im Jahr 1868 die Umwandlung in eine Aktiengesellschaft erfolgte. Von da an konnte man die John Deere Landmaschinen von der „Deere & Company AG“ kaufen.

Das Unternehmen John Deere ist schnell gewachsen

Dass die „Deere & Company AG“ heute auch Traktoren vertreibt, ist dem Umstand zu verdanken, dass im Jahr 1918 die „Waterloo Gasoline Engine Company“ übernommen wurde. Dass die Landwirte der USA dem Unternehmen gegenüber insgesamt eine positive Haltung haben, liegt auch daran, dass es sich zu den wenigen Firmen zählte, die den von der Weltwirtschaftskrise vor dem II. Weltkrieg arg gebeutelten Landwirten entscheidend entgegenkam. Auch im 20. Jahrhundert setzte sich das Wachstum der „Deere & Company AG“ weiter fort. Ins Deutschlandgeschäft stieg es 1956 ein. In dem Jahr wurde die „Heinrich Lanz AG“ aufgekauft. Damit gehörte auch der Lanz Bulldogg zur Marke John Deere. Seit 1958 sind unter dem Dach dieser Marke auch Industrietraktoren wahlweise mit Radantrieb oder mit Raupenantrieb zu bekommen. Dadurch wurden die Sortimente auch für die Bauwirtschaft interessant. Und genau diese boomte in der Mitte des 20. Jahrhunderts. Warum Bill Gates als Aktionär eingestiegen ist? – Vielleicht ist einer der Gründe, dass die „Deere & Company AG“ durch die Übernahme von Timberjack seit 1999 auch den Bereich der forstwirtschaftlichen Maschinen mit bedienen kann und recht gut durch die letzte große Wirtschaftskrise gekommen ist.

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