Schuldzuweisungen – Quelle steht vor dem Aus

Als ob die Nachricht, vom Quelle Aus nicht schon genug Schrecken verbreitet hätte und tausende Arbeitsplätze kosten wird, da wird jetzt auch noch gestritten. Insolvenzverwalter und die Banken schieben sich die Schuld gegenseitig zu.

Für das 80jährige Erfolgsunternehmen Quelle ist das Ende bekannt gegeben worden. Insolvenzverwalter Klaus Hubert Görg sieht den erheblichen Grund darin, dass das notwendige Factoring von den Banken nicht bereitgestellt wurde. Bei Factoring werden die offenen Forderungen gegen eine Gebühr von der Bank vorfinanziert.

Die Hausbank von Quelle, Valovis, wies alle Vorwürfe zurück. Durch den Zusammenbruch der Commerzbank und der BayernLB, die zuletzt auch am Factoring beteiligt waren, wäre die Lage so prekär geworden. Die Kooperation mit dem Versandhaus wäre allein nicht mehr möglich gewesen, obwohl der Wille dazu groß war. Auf politischen Druck hin hatte die Commerzbank und die BayernLB einen Teil der 300 Millionen Euro Finanzierung übernommen.

Görgs wirft den Banken weiterhin vor, dass die unsichere Finanzierung des Factoring interessierte Käufer abgeschreckt hätte. Diese forderten eine Weiterführung des Factoring über den 1. Januar 2010 hinaus. Die Banken brüskieren sich derweil noch über den Informationsaustausch des Insolvenzverwalters, der eben nicht korrekt statt gefunden hätte. Die Bank Valovis hätte nicht einmal Informationen über die potentiellen Käufer erhalten und es wurden auch keine Gespräche geführt.

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