AOL – Vor dem Aus

© Peter Kirchhoff / PIXELIO

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„Bin ich schon drin?“ Mit diesem Werbespruch startete AOL in den neunziger Jahren seinen Siegeszug in Deutschland. Das Unternehmen hatte Millionen Internetnutzern den Heimzugang auf einfache Weise ermöglicht. Nun steht der Gigant vor dem Aus.

Schon längere Zeit stehen die Sterne nicht so gut für das Internet-Unternehmen. Jetzt hat AOL angekündigt Stellen zu streichen, weltweit. In Deutschland werden alle vier Niederlassungen in Hamburg, Düsseldorf, Frankfurt und München ganz geschlossen. Betroffen sind 2500 Mitarbeiter.

In den USA werden die ersten Kündigungen noch diese Woche verschickt. In Schweden und Spanien sollen die Büros auch ganz geschlossen werden. Schon im vergangenen Jahr hatte AOL ein finanziell geförderten freiwilligen Abgang seinen Mitarbeitern angeboten, weil Kündigungen aus dem Weg gegangen werden wollte. Bis jetzt haben sich aber nur ca. 1100 Freiwillige gemeldet.

Beim gigantischen Zusammenschluss von AOL und Time Warner im Jahr 2001 ging es letztes Jahr auch zu Ende. Time Warner trennte sich mit Verlusten, obwohl AOL mal einen Wert von 165 Milliarden Dollar hatte.

AOL hatte noch vor ein paar Jahren den Versuch gestartet auf dem stark umkämpften Internet-Markt weiterhin bestehen zu können, in dem die kostenlosen Internet-Zugangs-CDs in Bars, Kinos oder Schnellrestaurants ausgelegt wurden. Doch in der schnell wachsenden Branche hat die Konkurrenz wohl gewonnen.

1 comment for “AOL – Vor dem Aus

  1. 24. Januar 2010 at 19:40

    Tja, die Finanzkrise macht auch vor einem Giganten nicht Halt. Ich muss gestehen: Für das Unternehmen an sich finde ich es nicht so schade, wie etwa bei Quelle, aber für die Mitarbeiter ists natürlich richtig Mist. Andererseits: Das ist der Lauf der Dinge. Und vielleicht bekommen die Mitarbeiter so die Chance, in einem besseren Unternehmen zu beginnen. Ich glaube, durch die Finanzkrise, die ja nun so langsam ihre Auswirkungen zeigt, wird es noch so einige Meldungen in dieser Art geben … Versicherungen, Telefondienstleister – das sind wohl diejenigen, die die Auswirkungen heuer zu spüren kriegen.

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