Ärzte boykottieren die Schweingrippe-Impfung

SpritzeTrotz der weiterhin steigenden Zahlen von Schweinegrippe-Fällen, weigern sich Berliner Ärzte, die Impfung durch zu führen.

Am 26. Oktober sollen die Impfstoffe deutschlandweit bei den Ärzten sein und wenn am Montag die Praxen öffnen, kann die größte Massenimpfung in der Geschichte von Deutschland beginnen. „Wir führen die Impfung nicht durch“ sagte Angelika Prehn, Vorstandsvorsitzende der Kassenärztlichen Vereinigung Berlin zur Zeitung B.Z.

Der Grund dafür ist, dass die Ärzte eine höhere Bezahlung fordern. 7,10 Euro bekommen die Mediziner für eine übliche Impfung. Jetzt soll es nur 5,50 Euro geben, für die Zweitimpfung sogar nur 4,50 Euro. Allerdings ist eine intensivere Beratung der Patienten notwendig, weil eine große Unsicherheit gegenüber der Impfung herrscht. Weiterhin bemängeln die Ärzte, dass die Herstellerfirma von der Haftung seines Produktes befreit wurde. Es sei nicht geklärt, ob er behandelnde Arzt oder der Staat dann für eventuell auftretende Nebenwirkung haftet.

In Deutschland sind 25.000 Fälle von Infizierten mit der Schweinegrippe und zwei Todesfälle bekannt. Das Robert-Koch-Institut spricht von einer Steigerung. Allein letzte Woche sind über 1.600 Fälle dazu gekommen. „Das Virus ist unter uns und verbreitet sich!“ sagte Jörg Hacker vom Institut.

Foto: © tommyS / PIXELIO

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