Hoffnung für Neurodermitis-Patienten

Die ARD-Sendung „Heilung unerwünscht“ berichtete über die Salbe Regividerm,
Diese könnte vielen Neurodermitis-Patienten helfen, aber die Pharmakonzerne weigerten sich jahrelang, sie herzustellen. Jetzt kommt sie doch in den Handel.

In einer Wuppertaler Wohnung fing alles an. Vor 20 Jahren mischten zwei Studenten Avocado-Öl und Vitamin B12 zusammen und nannten die Salbe Regividerm. Eine erkrankte Freundin testete sie mit Erfolg. Darauf folgten Studien an der Ruhr-Universität Bochum und in Praxen mit kleinerer Patientenzahl. In der Sendung wurde sogar über einen Test in Amerika berichtet.

Trotz der guten Ergebnisse lehnten die Pharmakonzerne eine Herstellung und Vermarktung immer wieder ab. Die Entwickler hatten Gründe vorgeschoben bekommen, wie, es passe nicht in die Verkaufsstrategie oder es wird an einer eigenen Rezeptur gearbeitet. Vermutet wurde aber eher, dass die großen Konzerne eher einen Absatzeinbruch ihrer bisherigen Medikamente befürchteten.

Die ARD-Sendung „Heilung unerwünscht“ löste großes Empören aus. Doch da meldete sich ein Sprecher des Schweizer Unternehmens Mavena Health Care bei Bayern 1 zu Wort. Die Firma bringt Regividerm ab November auf den deutschen Markt. Für 100 Gramm muss 28,85 Euro gezahlt werden, was nicht ganz billig ist. Mediziner waren derweil vor Euphorie. Die Salbe sei kein Wundermittel, aber sie kann helfen.

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