ProSiebenSat.1 will expandieren

Geplant ist der Ausbau von Bezahlfernsehen im Ausland. Der Medienkonzern will damit das entstandene Loch in der Haushaltskasse schließen.

Thomas Ebeling, Konzernchef, sagte auf den Münchner Medientagen, dass ProSiebenSat.1 mehr in das Geschäft für Bezahlfernsehen im Ausland investieren will. Damit könne man sich unabhängiger von Werbeeinnahmen machen. Durch die Übernahme der Senderkette SBS im Jahr 2007 und die jetzige Wirtschaftkrise ist der Konzern in Schwierigkeiten geraten.

Bisherige Gerüchte, dass ProSieben, Sat. 1 und Kabel 1 gebührenpflichtig werden, dementierte Ebeling. „Die Sender bleiben gebührenfrei“, sagte er. Es sei geplant neue Pay-TV-Sender, vor allem im Ausland, anlaufen zu lassen. In den Segmenten Video-on-Demand wolle man sich auch umschauen. Es wird erst mal mit kleineren Sendern gestartet, um die Reaktion auf dem Markt zu testen.

Man könne sich auch ein „hybrid Modell“ vorstellen. Dies würde frei empfangbares und Bezahlfernsehen beinhalten, auch hierzulande. Diese Expansion sei notwendig, um der Verschuldung des Konzerns entgegen zu wirken. Die Werbebudgets wurden aufgrund der Wirtschaftskrise stark gekürzt und hinterlässen in der Medienbranche ein großes Loch. Ob und wann die Werbeausgaben wieder steigen, sehen die Experten skeptisch. Die Medienunternehmen, sowie auch ProSiebenSat.1 suchen sich daher andere Geldquellen.

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