Recht auf freie Meinungsäußerung

Die 61. Frankfurter Buchmesse wurde von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) eröffnet. Zur Eröffnungsfeier kamen unter anderem die Präsidentin des Chinesischen Schriftstellerverbands, Tie Ning, der Schriftsteller Mo Yan und der stellvertretende Staatspräsident Chinas, Xi Jinping.

Mittelpunkt der Messe ist dieses Jahr China. Das Land muss auf lobende, umsichtige und unzufriedene Stimmen gefasst sein. „Es wird keine Tabus in der Diskussion geben“, sagte Merkel. Mit 250 Veranstaltungen von Regimekritikern und chinesischen Exilautoren soll das Recht auf freie Meinungsäußerung auch gestärkt werden. Ebenfalls hat die Bundeskanzlerin an die ähnlichen Verhältnisse in der DDR erinnert.

Es gab vor der Eröffnung wiederholt starke Kritik gegen Chinas Direktionen. Sie würden immer noch Menschenrechte verletzten und kritische Autoren unterdrücken. Xi Jinping bedankte sich für die Einladung und warb gleichfalls für China. Die Kultur müsse verstanden werden und sollte nicht Anlass für Kontroversen sein.

Auch die weltgrößte Buchmesse, die bis zum kommenden Sonntag ihre Tore öffnet, hat mit der Wirtschaftskrise zukämpfen. 2008 wurden zwei Prozent mehr Ausstellungsflächen vermietet. Die Stände wurden entweder verkleinert oder es erfolgte eine komplette Absage von den Verlagen. Aus 100 Ländern werden mehr als 400 000 Titel, darunter 124 000 Neuer-scheinungen vorgestellt.

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