Studie: Die Lebenserwartung steigt bis 2050 um das Zwanzigfache

Eine neue Studie bringt es, laut einem Bericht der Welt Online, an den Tag. Innerhalb von 50 Jahren wird sich die Zahl der Hundertjährigen verzwanzigfachen. Demnach hätte ein Mädchen, dass 2010 geboren würde, immerhin schon eine Lebenserwartung von 93 Jahren. Das bedeutet aber auch, dass die Kosten für die Renten-, die Kranken- und die Pflegeversicherungen weiter steigen werden.

Eckard Bomsdorf, Demograf von der Universität Köln, sagte dazu: „Das sind Werte, die nachdenklich stimmen.“ Das würde nämlich auch bedeuten, dass sich die Zahl der Pflegbedürftigen von heute 2,2 Millionen auf 4,5 Millionen im Jahr 2050 erhöhen würde und damit entsprechend eben auch die Kosten für die Renten-, Kranken- und Pflegeversicherung. Bonsdorf schätzt diese Zahlen als durchaus realistische Zahlen ein. Hinzu kommt noch ein allgemeiner Rückgang der Bevölkerung in Deutschland. Dadurch werde der Anteil der Pflegebedürftigen an der Gesamtbevölkerung noch deutlicher zunehmen. Möglicherweise sogar von 2,6 Prozent heute auf 6 Prozent im Jahr 2050.

Für Bonsdorf ist dieser Umstand auch ein Plädoyer dafür, dass wir länger arbeiten müssen. Die Frage bleibt allerdings, ob es wirklich so kommen wird? Die Berechnungen von Bonsdorf sind lediglich eine Schätzung. Laut dem Statistischen Bundesamt, das ganz andere Zahlen nennt, wird davon ausgegangen, dass die Sterbewahrscheinlichkeit auf dem heutigen Stand bleibt.

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