Zwei Deutsche durch Käse-Vergiftung gestorben

© berwis / PIXELIO

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Durch den Verzehr von Käse sind zwei Deutsche und vier Österreicher verstorben. Der Harzer Käse wurde in Österreich hergestellt und hat bei den Essern eine Bakterieninfektion (Listeriose) ausgelöst.

Es handelt sich um den „Reinhardshof, 200g“ Käse, der von der Firma Prolactal GmbH mit Sitz in Harberg (Österreich) produziert wird. Die Staatsanwaltschaft Graz hat sich bereits eingeschaltet, teilte das ORF mit. Das ORF wurde durch die Medienberichte darauf aufmerksam. Denn es besteht der Verdacht, dass dem Unternehmen bereits seit Herbst 2009 Berichte vorliegen, dass in genommenen Produktproben Bakterien nachgewiesen wurden. Dies bestätigte die österreichischen Agentur APA, die Information von einem namentlich bekannten Informanten erhielt. Prolactal wies die Vorwürfe zurück.

Listeriose ist eine Bakterieninfektion. Gesunde Menschen bekommen meist nur eine kleine Grippe und bemerken gar nicht die wirkliche Ursache. Bei älteren Menschen, Kranken, Kindern und Schwangeren können die Symptome verstärkt auftreten, bis hin zur Blutvergiftung, Gehirnentzündungen oder zum Tod. Die sechs Verstorbenen waren alle Senioren.

Aufmerksam auf das Listerien wurde man durch die Häufigkeit der aufgetretenen Fälle seit Oktober 2009. Die Einkaufszettel der Erkrankten wiesen immer wieder das gleiche Produkt auf. Aber erst im Januar 2010 hatte man den Käse als Verursacher gefunden.

Ob noch mehr Krankheits- oder Todesfälle auftreten werden, bleibt ab zuwarten, da der Infektionsausbruch bis zu 70 Tagen dauern kann.

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