Bundespräsidentenwahl: Was nun Frau Merkel?

ap4ad5e10e3d5af_smallDer Sonntagskrimi hätte kaum spannender sein können. Der gestrige Bundespräsidentenwahltag war sicher eine der spannendsten Wahlen eines Bundespräsidenten überhaupt. Erst im dritten Wahlgang konnte der Kandidat der Koalition, Christian Wulff, die Wahl für sich entscheiden. Dann allerdings erhielt er die absolute Mehrheit, die eigentlich aber nicht mehr nötig gewesen wäre.

Und nun am Tag danach geht das große „Wunden lecken“ los. Für die Kanzlerin, Angela Merkel, war dieser gestrige Tag ein schwarzer Tag, denn so hatte sie sich das wohl doch nicht vorgestellt. Die Koalition war eigentlich davon ausgegangen, dass Christian Wulff bereits im ersten Wahlgang die erforderliche absolute Mehrheit erhalten würde. Denn CDU/CSU und FDP zusammen hätten mit 644 Stimmen eine durchauch komfortable Mehrheit gehabt. Doch man hatte wohl nicht mit dem Unmut einiger Koalitionäre gerechnet. Sie verweigerten Christian Wulff bis zum Schluss ihre Stimme.

Eigentlich hatte die Koalition gehofft, dass diese Präsidentschaftswahl ihr Ansehen in der Bevölkerung wieder steigen lassen würde. Doch die Uneinigkeit innerhalb der Parteien macht es nun eigentlich alles nur noch schlimmer. Nun wird aus dem Neustart der schwarz-gelben Regierung wohl nichts werden. Aus ist es mit dem politischen Sommermärchen. Ob ein Besuch unserer Nationalelf in Südafrika da ausreichen würde, um das Ansehen Merkels zu stärken? Wohl kaum!

Bildquelle: aboutpixel.de / Dem deutschen Volk © Hans-Jürgen Pfaff

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