Das Sparpaket ist geschnürt: 80 Milliarden Euro bis 2014

sparschwein_grossNun ist es geschafft. Bundeskanzlerin Angela Merkel und Vizekanzler Guido Westerwelle verkündeten am Montag, dass die Bundesregierung plant, bis zum Jahr 2014 rund 80 Milliarden Euro einzusparen. In einem Bericht auf Bild Online sagte Westerwelle dazu: „80 Milliarden sparen Sie nicht mit der Nagelschere.“ und für Angela Merkel ist das Sparpaket ein „einmaliger Kraftakt“.

Vor allem im sozialen Bereich wird der Rotstift angesetzt. So sollen bisherige Pflichtleistungen für Arbeitslose in Ermessensleistungen umgewandelt werden. Dazu gehören zum Beispiel Weiterbildungsangebote oder Umschulungen. Die Einsparung liegt hier bei ungefähr zwei Milliarden Euro im Jahr. Zusätzlich sollen effektivere Jobvermittlungen in 2013 zum ersten Mal 1,5 Milliarden Euro in die leeren Kassen spülen.

Auch Hartz-IV-Empfänger müssen den Gürtel enger schnallen. So wird die Bundesagentur zukünftig nicht mehr die Rentenversicherung für Hartz-IV-Empfänger zahlen. Das bedeutet eine Einsparung von 1,8 Milliarden Euro. Und noch eine bittere Pille müssen Hartz-IV-Empfänger schlucken. Das Elterngeld für Hartz-IV-Empfänger von 300 Euro monatlich entfällt zukünftig.

Generell ist eine Kürzung des Elterngeldes von 67 Prozent auf 65 Prozent des letzten Nettoeinkommens vorgesehen. Auch in einigen anderen Bereichen wird es Einschnitte oder Neuerungen geben. So müssen Flugreisende zukünftig eine sogenannte „Ökoabgabe“, deren Höhe sich nach dem Kerosinverbrauch richtet, zahlen.

Ach ja: Die Banken müssen neben der Bankenabgabe zusätzlich ab 2012 eine Finanzmarktsteuer zahlen – allerdings können sie diese an die Kunden weitergeben.

Bildquelle: aboutpixel.de / sparschwein © Petra E.

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