Dicke Luft bei der SPD-Wahlwerbung

Die Gewerkschaften sind verärgert über Frank-Walter Steinmeier. In der SPD-Zeitung „Vorwärts“ wurden ohne Einverständnis Zitate von Arbeitnehmervertretern veröffentlicht. Die SPD spricht von einem Versehen und DGB-Chef Sommer ist empört.
Elf Tage vor der Bundestagswahl hat die parteieigene Zeitung „Vorwärts“ für Aufregung gesorgt. Führende Arbeitnehmervertreter, darunter DGB-Vorsitzender Michael Sommer, IG-BCE-Chef Hubertus Schmoldt und der IG-Metall-Boss Berthold Huber sollen ein Interview gegeben haben, wo Sie ihre Unterstützung für den SPD-Kanzlerkandidaten Frank-Walter Steinmeier ausdrückten.
Für großen Zorn sorgte vor allem, dass die drei angeblichen Unterstützer von den Extraseiten nichts wussten. Daraufhin gab Herr Sommer eine Erklärung auf der Homepage des DGB ab. Zitat: „dass meine Warnung vor einer schwarz-gelben Koalition eine direkte Unterstützung von Frank-Walter Steinmeier und der SPD ist. Das ist falsch“ und weiterhin „eine völlig unzulässige Vereinnahmung“ seiner Person. Gleichsam wehrte sich Hubertus Schmoldt auf seiner Gewerkschaftshomepage und verlangte eine Klarstellung von der SPD. IG-Metall-Chef Berthold Huber verfasste einen Brief an die Redaktion von „Vorwärts“, in dem er schrieb: „Es bleibt dabei: Weder die IG Metall noch ich als 1. Vorsitzender werden eine Wahlempfehlung für eine Partei aussprechen.“
„Vorwärts“-Chefredakteur reagierte

Von Chefredakteur Uwe-Karsten Heye kam eine Entschuldigung, die er auf die Homepage des SPD-Blattes einstellte. Herr Heye rechtfertigte sich dafür, dass es versäumt wurde, das Einverständnis einzuholen. Zitat: „Wenn dadurch der Eindruck einer einseitigen Parteinahme für den Kanzlerkandidaten und die SPD entstanden sein sollte und damit die Neutralitätspflicht der Gewerkschaften tangiert wäre, bedauert die Redaktion dies ausdrücklich. Es war nicht unsere Absicht, einen solchen Eindruck zu erwecken.“

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