Journalisten – Staatsfeinde der damaligen DDR

Die Stasi lies damals auch Journalisten beobachten. Besonders die vom Axel Springer Verlag, die die Blätter „Welt“, „Bild“ und „Welt am Sonntag“ herausbringen. Darüber wird jetzt in einem Buch und in einer Fernsehdokumentation berichtet.

Wer damals bei dem Springer Verlag arbeitete musste damit rechnen, beschattet zu werden. Der DDR waren die Journalisten ein Dorn im Auge, weil sie „negativ-denkende“ Personen waren und sich in ihren Zeitungen kritisch über den Staat äußerten.

Doch Hans Rüdiger Karutz, Leiter des Berliner Korrespondentenbüros, ließ sich davon nicht beeindrucken oder beeinflussen. In den 80er-Jahren waren gleich ein ganzes Dutzend Stasi-Spitzel auf ihn angesetzt wurden. Sie versuchten alles, um den Journalisten öffentlich zu schädigen. Mit einer Falle, die eine Veröffentlichung eines Artikel über den West-Berliner Bauspenden Skandal enthalten und die sich dann als Unwahr heraus stellen sollte, wollten Sie Karutz ruinieren. Doch er tappte nicht in die Falle.

Selbst privat stand der Journalist unter Beobachtung. Er wurde fotografiert, seine Freunde und Bekanntschaften ausgekundschaftet und sein Telefon wurde abgehört. Mit einem nie aufgeklärten Einbruch, bei dem nichts entwendet wurde, sollte er wohl eingeschüchtert werden. In dem Buch „Feind-Bild Springer“ werden über die Stasibespitzelungen berichtet und im ARD läuft die Dokumentation „Bespitzelt Springer“ am 28. Okt. 09 um 23:15 Uhr.

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