Kanzleramt ist nicht dicht

 Foto: © Ulrich Zehfuß, http://www.sardinienshop.eu

Foto: © Ulrich Zehfuß

Im wahrsten Sinne des Wortes. In der von den Berlinern liebevoll genannten „Bundeswaschmaschine“ regnet es rein. Bundeskanzlerin Angelika Merkel muss ihr Büro räumen. In einem Mängelbericht ist von Rissen und undichten Dächern die Rede.

Nach gerade mal neun Jahren treten jetzt Baumängel auf, die scheinbar immer bedrohlicher werden. Frau Merkel muss ihr Kanlzer-Büro im siebten Stock verlassen und nun in ein Ausweichquartier umziehen. Denn im ganzen Bürotrakt regnet es ab und an rein. Die komplette Dachfläche hat Risse und muss erneuert werden.

Die Mängel in der Tiefgarage dagegen sind schon länger bekannt. Ein Mitarbeiter des Bundeskanzleramtes äußerte sich, dass er nur noch mit Regenschirm zu seinem Auto kommt. Auch hier ist das Dach undicht. Weiterhin sind gravierende Mängel beim Brandschutz festgestellt wurden. Die Rauch- und Wärmeabzugsanlagen müssten saniert werden, sowie auch die Lüftungstechnik im Leitungsbereich. Hinzu kommen noch schadhafte Stellen bei der Dämmung.

Es sind schon einige Wochen Bauarbeiter im Kanzleramt zu Gange. Zum Teil wurde die Verglasung schon ausgetauscht. Dem Steuerzahler hat der Neubau, der 2001 fertig war, schon rund 250 Mio Euro gekostet. Wer die Kosten für die notwendigen Reparaturen bezahlen muss, ist noch nicht raus. Desweiteren wird diskutiert, ob man in diesem Fall von Baupfusch sprechen kann.

3 comments for “Kanzleramt ist nicht dicht

  1. Klaus Gross
    18. Januar 2010 at 20:18

    Daß es dort einregnet, war doch vorauszusehen…es wurden nur die billigsten materialien auf den dachflächen eingesetzt worden. das war damals schon nicht stand der technik und entsprach nicht den flachdachrichtlinien. dazu ist die ausführende firma aus hamburg, mittlerweile pleite, also keine möglichkeit des regresses. die planer und architekten die die bauleitung hatten, sollte man an die kandare nehmen. aber hauptsache man damals ja den billigsten gehabt, die rechnung wird jetzt präsentiert…denn wenn heute saniert werden muß macht das hoffentlich ein architekt bzw. planer der ahnung von dem metier hat, denn es müssen auch heute die neuesten gesetze der energieeinsparverordnung berücksichtigt werden. hoffentlich nehmen die sich jetzt einen öffent. bestellten und vereidigten sachverständigen für das dachdeckerhandwerk als überwachung der ausschreibung und der ausführung…

    mfg
    klaus gross
    dachd.- mstr. und öbuv sv hwk saarland
    lahnstraße 18
    66333 völklingen – saar

  2. admin
    18. Januar 2010 at 23:08

    Guten Tag Herr Gross… vielen Dank für Ihren Kommentar. Es ist super, hier mal die Meinung eines Experten zu lesen! Vielen Dank dafür…

  3. 19. Februar 2010 at 13:39

    Hallo Zusammen. Vielen Dank für diesen interessanten Artikel und auch vielen Dank an Herrn Groß für Ihren Kommentar dazu. Es ist schon wahnsinn, für was hier alles Gelder verschwendet werden… Pfusch am Bau und das noch beim Kanzleramt!!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *