Kanzleramt nicht dicht

63991_R_by_Andreas-Walgenbach_pixelio.deUnsere Kanzlerin sitzt im Regen. In ihrem Büro im Berliner Kanzleramt regnet es rein, obwohl schon seit mehreren Monaten Mängelbeseitigungen stattfinden. Das Wasser dringt durch Fenster und Decken! Die Schäden seien massiver als angenommen, hieß es vom Sachverständigen des Bundesamts für Bauwesen und Raumordnung (BBR). Die BBR wurde von Bundesbauminister Peter Ramsauer (CSU) nachgeordert und führte die vorweg gegangenen Sanierungsarbeiten durch.

Mit den Unannehmlichkeiten haben sich die Beamten schon abgefunden: „In die Tiefgarage gehe ich nur mit Regenschirm.“ Selbst Angelika Merkel soll schon aus ihrem Büro im 7. Stock ausgezogen sein.

Nun muss schon nach zehn Jahren nachgearbeitet werden. Das 12000 Quadratmeter große Gebäude hat Risse in der Fassade, die Dachverglasung der Wintergärten muss eventuell ausgetauscht werden und die Lüftungstechnik macht auch Probleme. Die Kostenhöhe dafür sei noch nicht bekannt und es bedarf auch noch einer Klärung, ob die Schäden unter die Gewährleistung fallen.

Der Vorsitzende des Bundestagshaushaltsausschusses, Otto Fricke (FDP) rechnet mit einem „zweistelligen Millionenbetrag“. Es ist nicht nur das Kanzleramt betroffen, sondern auch einige andere Regierungsgebäude in Berlin und Bonn. Unter anderem das Marie-Elisabeth-Lüders-Haus, Paul-Löbe-Haus und Jakob-Kaiser-Haus.

© Andreas Walgenbach / PIXELIO

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