Merkels Rücktrittsgerüchte lassen Eurokurs sinken

© Claudia Hautumm / PIXELIO

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Große Aufregung herrschte an der Börse von Tokio und Hongkong. Der Grund dafür war ein Artikel in dem US-Magazin „Times“, in dem berichtet wird, dass die deutsche Bundeskanzlerin innenpolitisch sehr unter Druck steht. Der Euro verlor dadurch Punkte.

Um gut ein halbes Prozent von 1,4502 Dollar auf 1,4406 Dollar rutschte der Euro herunter. Doch viele Händler an der Börse von Hongkong schenkten dem Gerücht, dass Angelika Merkel zurück treten könnte, keine Beachtung und taten es als „Blödsinn“ ab.

Was den Abrutsch des Euros wirklich auslöste, darüber lässt sich nur spekulieren. Es könnte auch an der Aussage von Frau Merkel gelegen haben, die sie bei der Zeitung „Die Welt“ vor dem Wirtschaftsgipfel abgab. Da einige Staaten in der Eurozone große Schulden aufnehmen, besonders Griechenland, stehe der Euro vor schwierigen Jahren. Der Markt hat jetzt eventuell auf diese Stellungnahme reagiert.

Berlin konnte erst wenig später auf diese Gerüchte reagieren, da es in Deutschland zu dieser Zeit noch vier Uhr morgens war. Das Statement kam dann von Vize-Regierungschef Christoph Steegmans. Es sei alles „absolut frei erfunden“ und schüttelte verständnislos mit dem Kopf.

Doch im Kanzleramt könnte es zu einem Koalitionskrach kommen, denn die Meinungen der Parteien (CDU, FDP, CSU) gehen immer mehr gegen einander, statt miteinander. Und die Kritisierung des Führungsstils der Kanzlerin in der eigenen Partei (CDU) lassen die Stimmung in der Führungsebene nicht besser werden.

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