Wer wird neuer Chef der Labour-Partei?

Der britische Premierminister Gordon Brown hat überraschend auf den Posten als Chef der Labour-Partei verzichtet. Seinen Rücktritt als Parteivorsitzender gab er, einem Bericht von Spiegel online zufolge, am Montag bekannt. Bis spätestens Herbst wird er von seinem Amt zurücktreten.

Damit hat Brown einer wichtigen Forderung der Liberaldemokraten nachgegeben. Diese hatten nämlich eine Koalition mit der Labour-Partei unter der Führung von Gordon Brown abgelehnt. Der Chef der Liberaldemokraten, Nick Clegg sagte in London: „Es muss eine schwierige Sache für ihn gewesen sein. Aber ich denke, er hat im nationalen Interesse gehandelt und seine Ankündigung könnte ein wichtiges Element auf dem Weg zu einer stabilen Regierung sein.“
Für Clegg ist dieser Schritt Gordon Browns ein wichtiger in die Richtung von Koalitionsgesprächen.

Bei der Parlamentswahl am letzten Donnerstag wurden die Liberaldemokraten zwar nur die drittstärkste Partei. Doch sowohl Labour als auch die Konservativen können nicht alleine die Regierung bilden. Erste Gespräche haben die Liberaldemokraten bereits am Wochenende mit den Konservativen geführt und eine ihrer wichtigsten Forderungen eingebracht: Ein Referendum über das traditionelle britische Wahlsystem. Die Liberalen erhoffen sich mehr Mandate durch eine Einführung des Verhältniswahlrechts.

Auf den Ausgang der Koalitionsverhandlungen darf man gespannt sein, vor allem, weil keiner der drei Parteichefs Erfahrungen mit Koalitionsverhandlungen hat.

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