Das Wachstumsbeschleunigungsgesetz kommt

360440_R_K_B_by_Rainer-Sturm_pixelio.deNach monatelangen Debatten wurde das Gesetz nun vom Bundesrat beschlossen. Die schwarz-gelbe Koalition hat damit ihr Steuerpaket durchgeboxt, denn die beiden Bundesländer Sachsen und Schleswig-Holstein hatten sich lange gegen das Paket gewehrt. Am Freitag kam es nun doch zu einer Einigung und am 01.01.2010 werden die Bürger mit 8,5 Mrd. Euro entlastet.

Für Familien gibt es zwei Veränderungen. Der Kinderfreibetrag steigt von momentan 6014 Euro auf 7008 Euro. Ebenfalls erhöht sich das Kindergeld um 20 Euro pro Kind. Für das erste und zweite gibt es dann 184 Euro, für das dritte 190 Euro und ab dem vierten Kind jeweils 215 Euro. Wer ein höheres Einkommen hat, bei dem erfolgt eine Verrechnung des Kindergeldes mit dem Kinderfreibetrag.

Um den Tourismus wieder anzukurbeln, muss ab nächstes Jahr für eine Übernachtung nicht mehr 19 Prozent Mehrwertsteuer bezahlt werden, sondern der ermäßigte Steuersatz von sieben Prozent. Ausschlaggebend hierfür war eine EU-Entscheidung im März, welche für
einige Dienstleistungen den ermäßigten Mehrwertsteuersatz zulässt.

Bei der Erbschaftssteuer gibt es eine Lockerung hinsichtlich der Erbberechtigten bei Familienunternehmen. Jetzt können auch andere Verwandte wie Geschwister oder Nichten und Neffen von einer verminderten Steuerlast profitieren. Auch bei den Auflagen gibt es Erleichterungen. Für Unternehmen soll es ab 2010 einfacher sein, Verluste steuermindernd geltend zu machen und auch für die sogenannte „Zinsschranke“, was Zinsaufwendungen betrifft, werden die Bestimmungen gelockert.

Ob das Milliardenpaket wirklich zur Entlastung beiträgt und die Wirtschaft in Deutschland wieder in Schwund bringen wird, wird sich zeigen. Es gibt noch immer Kritik darüber, dass es eine Neuverschuldung verursacht und die Bürger in einigen Jahren dafür zahlen müssten.

© Rainer Sturm / PIXELIO

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