Lafontaine gibt den Posten als Bundestagsfraktionchef ab

Oskar Lafontaine möchte nicht mehr Bundestagsfraktionschef der Linken sein. Der Parteivorsitzende will statt dessen sein Landtagsmandat im Saarland behalten, wenn dort eine rot-rot-grüne Koalition zustande kommt.

Die Linkspartei bestätigte, dass Oskar Lafontaine nicht mehr länger Bundestagsfraktionschef sein möchte. Den Parteivorsitz will er allerdings behalten, sowie auch sein Landtagsmandat im Saarland. Dies aber nur, wenn dort eine Koalition aus SPD, Linken und den Grünen entsteht. Den Parteivorsitz führte er bisher mit Lothar Bisky, der unterdessen ins Europaparlament gewählt wurde.

Am Nachmittag, bei einer Klausurtagung der Linken-Abgeordneten, wurde eine Neuwahl der Fraktionsspitze im Bundestag durchgeführt. Lafontaine hatte sich bisher den Vorsitz mit Gregor Gysi geteilt. Die Wiederwahl galt auch als sicher.

Im Saarland 21,3 Prozent geholt

Bei der Landtagswahl im Saarland am 30. August diesen Jahres holte Lafontaine mit der Linkspartei 21,3 Prozent Stimmen. Sie lag damit knapp hinter der SPD und ist damit drittstärkste Partei im Saarland. Bei Zustandekommen einer rot-rot-grünen Landesregierung will er seine elfköpfige Fraktion im Saarbrücker Landtag weiter führen. Laut „Spiegel online“ und der „Frankfurter Rundschau“ will er sich ganz auf seinen Abgeordnetensitz in Saarbrücken konzentrieren.

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