Änderung der Gebühren für Fremdabhebungen in Sicht

ap4b9a54a892926_smallSchon seit den Hinweisen des Bundeskartellamtes im Frühjahr 2010 laufen Verhandlungen zwischen den Sparkassen und Genossenschaftsbanken auf der einen und den privaten Banken auf der anderen Seite. Gegenstand der Verhandlungen sind die Gebühren, die der Kunde zahlen muss, wenn er am Geldautomaten einer fremden Bank Bargeld abhebt. Hier werden derzeit Gebühren von bis zu knapp sechs Euro fällig. Die Genossenschaftsbanken und Sparkassen sind leider nicht bereit, auf einen Teil der hohen Gebühren zu verzichten, obwohl inzwischen bekannt ist, dass eine solche Abhebung den Banken im Durchschnitt gerade einmal sechzig Cent kostet. Sie werden die Kunden auch weiterhin in Abhängigkeit von der abgehobenen Summe bis an den in ihren Geschäftsbedingungen genannten Höchstbetrag von 5,64 Euro schröpfen.

Die privaten Banken wollen diesen Wucher nicht mehr länger mitmachen. Sie haben sich im Bundesverband der Deutschen Banken darüber geeinigt, dass sie den Fremdkunden am Geldautomaten künftig nur noch 1,95 Euro an Kosten in Rechnung stellen werden. Die neue Kostenstruktur für Barabhebungen wird voraussichtlich ab Mitte Januar 2011 gelten. Andreas Schmitz, das ist der Präsident des Bundesverbandes der Deutschen Banken, machte gegenüber der Presse deutlich, dass er darauf hofft, dass es auch noch zu einer einvernehmlichen Regelung mit den Genossenschaftsbanken und Sparkassen kommt. Damit möchte er einer gesetzlichen Regelung der Gebührenstruktur zuvorkommen, die von der Bundesministerin für Verbraucherschutz, Ilse Aigner, bereits offen gefordert wird.

Bildquelle: aboutpixel.de / 95 Euro © Gordon Schneider

1 comment for “Änderung der Gebühren für Fremdabhebungen in Sicht

  1. 27. August 2010 at 21:41

    Na endlich tut sich in der Sache mal was. Es war ja unverschämt, was die Banken da teilweise verlangt haben…

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