Arbeiten bis 67 – von der Leyen will das ausbessern

430108_R_K_B_by_Joujou_pixelio.deArbeitsministerin Ursula von der Leyen (CDU) will auf ihren neu bezogenen Posten gleich den Ton angeben. In der vergangenen Legislaturperiode hat sie als Familienministerin das Elterngeld durchgeboxt. Nun will sie am Modell „Rente mit 67“ arbeiten.

Frau von der Leyen sieht die Chancen für ältere Arbeitnehmer auf dem Arbeitsmarkt momentan als gering an. „Wir brauchen mehr Weiterbildungen, eine bessere Gesundheitsprävention und mehr Anerkennung der Berufserfahrung älterer Arbeitnehmer.“, sagte sie der Bild-Zeitung. Damit könnte die ältere Generation flexibler eingesetzt werden, denn man kann nicht einen 67jährigen als Dachdecker arbeiten lassen.

Diese Aufgabe hat sie sich vorgenommen und wird die Überprüfungsklausel „sehr ernst nehmen“. Das Augenmerk wird auf bestimmten Branchen liegen, die überarbeitet werden müssen. Vor allem fehlt den Betrieben noch eine Sensibilisierung und Unterstützung für den Erhalt eines Arbeitsplatzes für erfahrene aber alternde Mitarbeiter.

Bei den „faulen Arbeitslosen“, die Hartz-IV erhalten, will von der Leyen mehr Druck machen und härter durchgreifen. Einige Jobcenter hätten da noch Nachholbedarf, damit eine einheitliche Linie entstehe.

Der Koalitionspartner FDP kündige schon mal Widerstand an. Die Partei ist der Meinung: „Die Menschen sollen selbst entscheiden, wann sie in den Ruhestand gehen wollen. Dafür brauchen wir einen flexiblen Übergang beim gleichzeitigen Wegfall aller Zuverdienstgrenzen für Rentner.“ Und zukünftige Zusatzversorgungen gibt dem Arbeitnehmer die Möglichkeit früher in den Ruhestand zu gehen, ohne Einbussen bei der Rente zu haben.

© Joujou / PIXELIO

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