EC-Karten werden ausgetauscht

420652_R_B_by_Dieter-Schütz_pixelio.deFür ca. 30 Millionen Menschen in Deutschland fing das Jahr 2010 ohne Geld an, zumindest kamen sie nicht ran oder konnten nicht bezahlen. Bei Geldautomaten und Lesegeräten kam es zu Ausfällen, weil der Speicherchip auf den EC-Karten mit der Zahl „2010“ nichts anfangen konnte.

Der Handelsverband (HDE) gab zwischenzeitlich aber schon Entwarnung. Die Karten werden wieder akzeptiert. Es sei nur noch im einzelnen mit Problemen zu rechnen. Die Einzelhändler griffen vielfach auf die Möglichkeit der Bezahlung per Lastschrift (EC-Karte mit Unterschrift) zurück.

Schnell machte es die Runde, dass ein Tesa-Streifen, der auf den Chip geklebt wird, dafür sorgt, dass die Karten wieder funktionieren. Doch vor dieser Methode warnt Sparkassenverbands-Chef Heinrich Haasis. Denn das Klebeband könnte die Terminals lädieren oder die Karte könnte stecken bleiben. Der Kunde müsste dann mit Schadensersatzforderungen rechnen.

Die Sparda-Bank Berlin will als erste Bank in Deutschland die fehlerhaften EC-Karten austauschen. Die Bank möchte nicht darauf warten, bis die notwendige Software entwickelt ist, die den Fehler dann eventuell beheben könnte. Bank-Chef Klaus Eberhardt meinte dazu: „Niemand weiß heute, ob das funktioniert und wann so eine Software einsatzbereit ist.“ In spätestens vier Wochen wird der Austausch beginnen.

Mittlerweile kündigten die Volks- und Raiffeisenbanken an, dass sie die möglicherweise entstandenen Kosten für die Kartenbesitzer ersetzen werden.

© Dieter Schütz / PIXELIO

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