Hersteller der umstrittenen Adventskalender machen Rabatz

In der letzten Novemberwoche 2012 veröffentlichte die Stiftung Warentest einen Bericht, nach dem eine ganze Palette von Adventskalendern für Kinder mit Schokoladenfüllung mit Schadstoffen belastet sein sollte. Gleichzeitig wurde eine Warnung vor dem Kauf der Produkte und dem Verzehr der Schokolade herausgegeben. Das betraf auch die großen Marken wie Hachez, Lindt, Riegelein, Feodora und Arko, um nur einige stellvertretend zu nennen.

Verdacht der Gefährdung konnte nicht bestätigt werden

Die Verbraucher wurden nicht nur durch die Warnungen der Stiftung Warentest, sondern auch die sofortige Reaktion des Verbraucherschutzministeriums des Bundes verunsichert. Der Branchenverband der Süßwarenhersteller hatte zeitgleich betont, dass von den Adventskalendern keine gesundheitlichen Gefahren ausgingen. Das mussten inzwischen auch die führenden Köpfe der Stiftung Warentest einräumen, wobei sie allerdings die Formulierung „kein akutes gesundheitliches Risiko“ benutzten.

Die möglichen Folgen der übertriebenen Warnungen

Verunsicherte Verbraucher kaufen nicht. Und genau das bekamen die Hersteller der Adventskalender zu spüren. Der dramatische Absatzeinbruch soll einen Millionenschaden verursacht haben, ist aus den Kreisen des Branchenverbands zu hören. Den wollen sich die betroffenen Hersteller freilich nicht gefallen lassen. Im Moment finden Gespräche statt, wer sich bei einer Schadenersatzklage gegen die Stiftung Warentest „vor den Karren spannen“ wird. Zwei Hersteller sollen sich angeblich schon gefunden haben. Offiziell bestätigt ist das bisher noch nicht. Stiftung Warentest reagierte mit einer üblichen Floskel, dass man „einem Recht sehr gelassen entgegensehen“ würde, und betont, dass man im Wiederholungsfall genauso wieder reagieren würde.

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