Ilse Aigner warnt vor einem neuen Lebensmittelskandal

Es ist eine gigantische Menge an nicht ordnungsgemäß deklariertem Fleisch, die in ganz Europa verteilt worden ist. Ein Teil der rund 50.000 Tonnen soll nach Angaben der Verbraucherministerin der Bundesregierung auch nach Deutschland gelangt sein. Sie geht sogar davon aus, dass Teile dieser Lieferungen von den Kunden bereits verzehrt worden sind. Gleichzeitig gibt sie Entwarnung und betont, dass gesundheitliche Gefahren von dem falsch etikettierten Fleisch nicht ausgehen würden.

Urheber sitzt vermutlich in den Niederlanden

Die Lieferungen des Fleischs sollen zwischen dem 1. Januar 2011 und Mitte Februar 2013 erfolgt sein. Zu dieser Schlussfolgerung kam die EU-Kommission. Die Kontrollbehörden der Niederlande geben an, dass das verkehrt etikettierte Fleisch nicht nur als Rohware verkauft, sondern in mehreren Unternehmen auch als Material für Tiefkühlprodukte genutzt worden ist. Der Verdacht richtet sich gegen einen Lieferanten aus Oss, einer Stadt in den südlichen Niederlanden. Er hielt offenbar die Registrierung der Herkunft seines Fleischs für überflüssig. Das niederländische Unternehmen hat die Ware als reines Rindfleisch verkauft, obwohl Beimengungen von Pferdefleisch bei den Kontrollen festgestellt worden sind. Was genau noch in dem beanstandeten Fleisch steckt, ist derzeit nicht bekannt. Deshalb wird es salopp als „Phantom-Fleisch“ bezeichnet.

Die Reaktionen des Verbraucherministeriums

Ilse Aigner lässt sich zu keiner konkreten Aussage bewegen, ob eine Ausweitung dieses neuerlichen Lebensmittelskandals zu befürchten ist. Ganz ausschließen kann sie es nicht und betont, dass Kontrollen bereits angelaufen sind. Rund 500 Betriebe bekamen von der EU-Kontrollbehörde die Aufforderung, gezielt nach solchem Fleisch zu suchen und es aus dem Sortiment zu entfernen. Großhändler sollen diese Suche auch bei ihren eigenen Kunden durchführen. Die Ermittlungen gegen den möglichen Urheber laufen auf Hochtouren.

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