In München starten die ersten Streiks

© Stephanie Hofschläger / PIXELIO

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Verdi will schon von Anfang an ein Zeichen setzen, wie ernst es den Arbeitnehmern ist. Die Tarifverhandlungen sind gerade mal angelaufen, da soll am Mittwoch schon gestreikt werden, für einen Tag. „Kurz, aber heftig“, hieß es.

Bestreikt werden öffentliche Einrichtungen, wie Kliniken, Kinderkrippen, Tagesstätten und Tagesheime. Auch die Straßenreinigung wird voraussichtlich die Arbeit nieder legen, dies sei aber witterungsabhängig. Wenn es starke Schneefälle geben wird, werden die Straßenreiniger im Dienst beleiben, um die Straßen frei zu räumen. Bei den Stadtwerken wurde ein halber Streiktag angesetzt.

Es wurden bis zu 40.000 Menschen zum Streik aufgerufen. Da die Planungsphase aber sehr kurz war, wird damit gerechnet, dass nicht alle Aufgerufenen sich daran beteiligen werden bzw. können. Es liegt z. B. kein Notfallplan für die Kliniken vor, der die Betreuung von Patienten regelt. Hier wird also auf die Erfahrungen der letzten Jahre zurückgegriffen und das Personal dahingehend zahlenmäßig eingeteilt, sowie situationsbedingt bereitgestellt.

Für viele Eltern heißt es wieder eine ausweichende Betreuung für Ihre Sprössling zu finden oder Urlaub zu nehmen. Da die Bekanntgabe, ob die Kindereinrichtung am Mittwoch bestreikt wird, aber erst spätestens Dienstagabend den Eltern mitgeteilt werden muss, wird das Organisieren nicht gerade leicht.

Verdi fordert fünf Prozent mehr Geld. Da die zweite Verhandlungsrunde am Montag, ohne ein Angebot von der Arbeitgeberseite her endetet, will Verdi mit dieser Maßnahme Entschlossenheit demonstrieren.

2 comments for “In München starten die ersten Streiks

  1. 11. Februar 2010 at 01:07

    Hi Sandra,

    sehr guter und interessanter Artikel, den du da geschrieben hast.
    Bin ja sehr gespannt, wie es mit Verdi weitergehen wird 😉

  2. 11. Februar 2010 at 21:10

    Hallo Horst… also ich habe hier in München nicht unbedingt etwas von den Streiks mitbekommen. Es könnte aber auch daran liegen, dass wir keine kleinen Kinder mehr haben. Ich denke, Familien mit kleinen Kindern waren eher davon betroffen…

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