Kalaschnikow vor der Pleite

Der russische Waffenproduzent steht vor dem Aus. Eigentlich wollte Michail Timofejewitsch Kalaschnikow eine Waffe für den Frieden bauen, aber die andauernden Konflikte in der Welt haben ihn reich gemacht.

Die bekannteste Waffe der Welt, die AK47 ist 65 Jahre alt. Ihr Erbauer, Michail Timofejewitsch Kalaschnikow wird 90 Jahre. Mit 72 Millionen Mal verkauften Waffen war das Unternehmen der größte Exporteur Russlands.

Die Firma Gremicha stellte gegen Ischewsker Maschinenbaufabrik, wo die AK47 im Jahr 1947 in Serie ging, einen Konkursantrag. Doch Michail Timofejewitsch darf davon nichts wissen, meinte seine Tochter Jelena Kalaschnikowa. „Er ist in einem Zustand, in dem solche Fragen wie ein Dolchstoß wären.“

Unverwüstlich

Die Kalaschnikow ist das Sturmgewehr schlecht hin. Selbst nach Tagen in der Wüste, im Schlamm oder im Regen funktioniert sie noch immer. Sie ist einfach zu bedienen und sie war unschlagbar günstig. Auf die Nationalflagge von Mosambik hat es die Kalaschnikow auch geschafft und auf die Fahne von Hisbollah. Wie ist es möglich, dass so ein Imperium einbricht?
Ruslan Puchow, der Direktor des Zentrums zur Analyse von Strategie und Technik, meinte dazu, dass ein Drittel bis die Hälfte aller russischen Rüstungsfabriken kurz vor der Pleite stünden. Die staatlichen Aufträge fehlen. Dies geht auch nicht spurlos an Kalaschnikow vorbei.

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