Kommt bald eine Milliardenklage gegen Ex-Vorstandschef von Siemens

Die Frist für Heinrich von Pierer läuft in wenigen Wochen ab. Wenn er die Schadenersatzzahlung für eine Schmiergeldaffäre nicht tätigt, dann will der Konzern eine Klage einreichen.

Auf Heinrich von Pierer wird der Druck größer. Siemens fordert vom Ex-Vorstandschef sechs Millionen Euro. Sollte er das Geld in den nächsten Wochen nicht bereit stellen, droht Siemens mit einer Klage in Milliardenhöhe. Wird der Fall eintreten, müsse von Pierer mit seinem gesamten Vermögen haften. Für Deutsch-land wäre so eine Klage die erste Ihrer Art gegen einen Vorstandschef.

Siemens verlangt von insgesamt elf Ex-Vorständen symbolische Schadens-ersatzzahlungen. Bereiterklärt haben sich dazu bisher nur drei. Ihnen wird vorgeworfen, die Geschäfte der Firma Siemens in der Amtszeit nicht präzise genau kontrolliert zu haben.

Klage erforderlich

Wenn die Frist in wenigen Wochen verstreicht, ohne dass eine Zahlung von den acht Ex-Vorständen geflossen ist, ist eine Klage unausweichlich. Damit soll abgesichert werden, dass der Vorstand und Aufsichtsrat von den Aktionären nicht selbst in die Haftung fällt. Rechtlich ist es möglich, die Bußgeldzahlungen in Höhe von mehr als einer Milliarde Euro für die vielen kriminellen Vergehen, die hohen Kosten für die internen Ermittlungen und andere Lasten vor Gericht geltend zu machen.

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