Neues zum Thema Schadstoffe im Adventskalender

Nachdem die Stiftung Warentest vor dem Verzehr der Schokolade aus Adventskalendern nachdrücklich gewarnt hatte, hat sich nun auch das Bundesinstitut für Risikobewertung eingeschaltet. Sie geben vorsichtige „Entwarnung“, was bedeutet, dass die als belastet eingestuften Adventskalender nicht weggeworfen werden müssen.

Was bedeutet die Stellungnahme des Bundesinstituts?

Detlef Wölfle gehört zu den Sicherheitsexperten des Bundesinstituts für Risikobewertung. Er erklärte der Presse gegenüber, dass das von den Adventskalendern ausgehende Risiko für die Gesundheit des Menschen verschwindend gering ist. Das leitet er allein schon davon ab, dass bei normalem Gebrauch der Adventskalender jeden Tag nur eine sehr kleine Menge der Schokolade genossen wird. Umstritten ist vor allem der Anteil an Kohlenwasserstoffen, der in den Verpackungen und nicht in der Schokolade selbst gefunden wurde. Diese gelten allgemein als Risikofaktoren für Krebs. Aber bei einem Schokoladenstück käme es maximal zu einer Aufnahme von 0,022 Milligramm der Kohlenwasserstoffe, wovon keine konkrete Erhöhung des Krebsrisikos abgeleitet werden könne.

Stiftung Warentest bekommt Kritik von den Herstellern

Einige Unternehmen setzen sich gegen die Bewertungen der Stiftung Warentest heftig zur Wehr. Dazu zählt auch der deutsche Hersteller Hachez Chocolate mit Sitz in Bremen. Von dort kam der Vorwurf, dass eine Warnung erfolgt ist, obwohl es nicht einmal „ansatzweise“ einen Nachweis für eine Gesundheitsgefährdung gäbe. Andere Hersteller und Händler nehmen die Prüfmethoden der Stiftung Warentest unter Beschuss. Dazu zählt auch die Discountkette Aldi. Kraft Foods, der mit der Marke Milka beim Adventskalender vertreten ist, wies völlig zu Recht darauf hin, dass derartige Belastungen mit Schadstoffen kein Problem darstellt, was die Schokolade allein betrifft. Der Bundesverband der deutschen Süßwarenindustrie bezeichnete in einer Presserklärung die bemängelten Adventskalender als „normgerecht und verkehrsfähig“.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *