Opel wird Chefsache

Das Bangen der Opel-Mitarbeiter um ihre Arbeitsplätze geht weiter. General Motors (GM) will nun doch Opel selbst sanieren. Für Kanzlerin Angelika Merkel hat das Thema jetzt höchste Priorität.

GM hat sich nun doch anders entschieden. Sie will die Tochterfirma Opel behalten und selbst sanieren. Dies teilte der Konzern am Mittwoch mit. Das wäre das vernünftigste Resultat und „die beste langfristige Lösung für unsere Kunden, Angestellten, Zulieferer und Händler“ – „das spiegelt sich in der heute getroffenen Entscheidung wider“, sagte GM-Chef Fritz Henderson.

Die Bundesregierung empfand diese Entscheidung als herben Schlag. Geplant und gestützt war die Übernahme von dem Automobilzulieferer Magna. Merkel will darüber mit US-Präsident Barack Obama reden und macht Opel zur Chefsache. Bundesaußenminister Guido Westerwelle fliegt am Donnerstag zum Antrittsbesuch nach Washington und wird mit Amtskollegin Hillary Clinton über den Nichtverkauf sprechen.

Für die Mitarbeiter in Deutschland hat diese Entscheidung möglicherweise größer Folgen. Die 30 Prozent geplanten Einsparungen von GM werden voraussichtlich Schließungen von Werken beinhalten. Davon könnten Bochum, Eisenach und Teile in Kaiserslautern betroffen werden. Es sind großflächige Streiks geplant, sogar Europa weit. Und die Bundesregierung fordert den gestellten Überbrückungskredit von 1,5 Milliarden Euro zurück, wozu GM bereits seine Einwilligung gegeben hat.

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