Porsche verbietet seinen Mitarbeitern Social Networks

Dass die Kontakte in den Social Networks auch für nicht ganz legale Zwecke ausgenutzt werden können, das ist inzwischen hinlänglich bekannt. Zu viele Datenskandale haben diesbezüglich die Öffentlichkeit bereits erschüttert. Doch nunmehr zieht erstmals ein großes Unternehmen daraus Konsequenzen. Der zum Volkswagen Konzern gehörende Automobilbauer Porsche nimmt seine Mitarbeiter in Bezug auf die Social Networks an die ganz kurze Leine. Betroffen davon sind etwa 3.300 Porsche Mitarbeiter weltweit, bei denen bereits bekannt ist, dass sie auf Facebook, Xing und Co. aktiv sind. Auch auf Ebey dürfen sie während der Arbeitszeit nicht aktiv werden.

Die Begründung, die die Manager von Porsche abgeben, ist so banal wie verständlich. Sie befürchten, dass die Aktivitäten ihrer Mitarbeiter über die Social Networks zum Zwecke der Wirtschaftsspionage ausgenutzt werden könnten. Das Facebook diesbezüglich engmaschig überwacht wird, gilt unter Insidern als offenes Geheimnis. Das gilt analog auch als Begründung dafür, dass private Maildienste von den Mitarbeitern nicht genutzt werden können. Als konkretes Beispiel dafür wurde Google-Mail beim Namen genannt.

Dabei befürchtet man in der Führungsspitze vom Automobilkonzern Porsche weniger, dass die Mails der Mitarbeiter an sich geknackt werden könnten, sondern es geht vielmehr um die ganz normalen menschlichen Schwächen, die jeden noch so vorsichtigen Menschen dazu verleiten können, auch berufliche Geheimnisse auszuplaudern, wenn man zu jemandem Vertrauen aufgebaut hat. Und genau dazu ist bekannt, dass die Geheimdienste in aller Welt auf speziell geschulte Psychologen setzen, deren vorrangiges Arbeitsziel darin besteht, an sensible Wirtschafts- und Entwicklungsdaten sowie Insiderwissen aus den Forschungsbereichen der Unternehmen kommen zu können.

2 comments for “Porsche verbietet seinen Mitarbeitern Social Networks

  1. Maja
    28. Juni 2011 at 10:15

    Ich bin da voll und ganz auf der Seite von Porsche. Kann die Einstellung verstehen. Bin aber auch kein Fan von Social Networks und während der Arbeit hat dies sowieso nichts zu suchen. Wenn man dort unbedingt mitmachen möchte, dann doch bitte in der Freizeit.

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