Umnutzung von Tagebauen

Solarkraft

Solarkraft

Die Region Südsachsen beweist, wie man Regionen, deren Besonderheiten durch den Abbau konventioneller Energieträger verloren gegangen sind, einer interessanten neuen Nutzung zuführen kann. Anfänglich war die Skepsis groß, als es hieß, dass unmittelbar zwischen der Braunkohlestadt Borna und dem benachbarten Lobstädt ein riesiges Solarkraftwerk errichtet werden sollte. Doch die Verfechter dieser Anlage konnten sich durchsetzen, nachdem die Energiewirtschaft schon vorher mit dem modernsten Kohlekraftwerk Lippendorf unter Beweis gestellt hatte, dass man auf ihre Versprechen bauen konnte. Zwar gibt es im benachbarten Böhlen häufiger Nebeltage und im Winter oftmals lokal begrenzt viel Schnee, aber ansonsten geht von dem Kraftwerk keine Belästigung für die Bevölkerung aus.

Das kann man inzwischen auch vom Solarkraftwerk behaupten, das in der Lage ist, immerhin fast 2.000 Haushalte mit umweltfreundlich erzeugtem Strom versorgen zu können. Es schließt sich im Westen der Stadt an ein Gewerbegebiet an. Dabei setzt man auf die modernsten Kollektortechniken. So können die knapp mehr als mannshohen Kollektorflächen der Sonne nachgeführt werden. Das erreichte man, indem man sie auf drehbaren Sockeln postierte. So lässt sich aus ihnen eine deutlich höhere Stromausbeute erzielen, als wenn sie nicht beweglich wären. Die Menschen rundherum haben sich inzwischen an den Anblick der mehr als 400 glänzenden Flächen gewöhnt und wer eben mal nur als Durchreisender vorbei kommt, der nimmt die Anlage kaum wahr, wenn er mit seinen Blicken nicht zielgerichtet danach sucht.

© Günter Kusch / PIXELIO

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