Vorstandsgehälter in DAX-Unternehmen steigen deutlich

Schon seit elf Jahren erhebt die Deutsche Schutzgemeinschaft für Wertpapiere, kurz DSW, Daten, welche Vergütungen die Mitglieder der Vorstände der Unternehmen erhalten, die im deutschen Aktienindex DAX gelistet sind. Die Erhebungen für das Jahr 2011 zeigten, dass die Vorstandsgehälter in Deutschland nicht nur im weltweiten Vergleich ziemlich hoch sind, sondern vom Jahr 2010 auf das Jahr 2011 um ganze 7,9 Prozent angestiegen sind.

Das Durchschnittsgehalt eines Vorstandsmitglieds eines DAX-Unternehmens beträgt nach der DSW-Studie, die zusammen mit der Technischen Universität München durchgeführt wurde, beträgt rund 3,14 Millionen Euro pro Geschäftsjahr. Die Angestellten der Unternehmen müssen sich mit weniger als einem Fünfzigstel begnügen. Die Bestverdiener unter den Vorstandsmitgliedern sitzen bei VW. Ihr Jahresgehalt beträgt stolze 8,4 Millionen Euro. Auch die Vorstände der Deutschen Bank können sich über ihr Einkommen nicht beklagen. Sie rangieren mit fast 5,9 Millionen Euro auf dem zweiten Platz.

Erfreulich ist der Trend, dass fast drei Viertel der Vergütungen der Vorstände vom erzielten Erfolg des Unternehmens abhängig gemacht werden. Gunther Friedl, seines Zeichens leitender Professor der Studie an der TU München begrüßt diesen Trend, den er seit etwa drei Jahren beobachtet. Daraus und aus den Erhöhungen der fixen Vergütungen hat der DSW errechnet, dass innerhalb der letzten Dekade die Vorstandsgehälter um insgesamt 151 Prozent angewachsen sind.

Doch nicht nur die Vorstandsmitglieder durften sich über steigende Vergütungen freuen. Auch die Auszahlungen bei den Dividenden haben von der Höhe her bei den DAX-Unternehmen kräftig zugelegt. 2001 wurden rund 10,4 Millionen Euro ausgezahlt. Im Jahr 2011 betrug die Auszahlung von Gewinnen rund 28 Millionen Euro. Kritik übt der DSW-Präsident Ulrich Hocker trotzdem, weil die Vorstandsgehälter von 2010 auf 2011 eine größere Steigerung als die Dividendenausschüttung aufweisen.

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